Faschismus gegen Künstler in Deutschland von Elios Schastél


Kempinski Hotel Berlin




Im Verlauf der vergangenen Jahre ist eine soziale Ausgrenzung und institutionelle Ablehnung von Künstlern und Schauspielern in Deutschland zunehmender geworden. Eine bevorurteilende Einstellung gegenüber Künstlern und ein fehlendes Verständnis für die Begriffe Künstler und Schauspieler führten zur Diskriminierung und Ausgrenzung dieser Persönlichkeiten. Zusammenhängend mit der stetig mehr anerkannten Philosophie des kapitalistischen Faschismus wurden die Künstler und Künste ersetzt, bis lediglich noch dem Geschmack der marktwirtschafltichen Masse angepasste reproduzierende Handwerke übrig blieben. Normativität und marktwirtschaftlicher Konkurrenzkampf in den Künsten nahmen ein Ausmaß an, dass kein Künstler mehr von der Öffentlichkeit anerkannt wurde und die Begriffe des Künstlers und Schauspielers im allgemeinen Verständnis zum Gegenteil mutierten.




Herleitung der Begriffe Kunst und Künstler aus der Esoterik


Kunst ist das Produkt einer imaginativen kommunikativen Handlung mit esoterischen Objekten. Die imaginative kommunikative Handlung mit esoterischen Objekten, die in einem Produkt resultieren, ist ein kreatives Schaffen. Künstlerische Produkte sind in der Wissenschaft, den darstellenden und angewandten Künsten, der Literatur und Musik zu finden. Künstlerische Produkte haben Bedeutungssprachen, die unterschiedlicher Abstraktionsniveaus sind. Die Niveaus der Abstraktion sind abhängig von der Entfernung der imaginativen esoterischen Objekte zum Künstler auf der Erde.




Beispiel 1


künstlerische Handlung
Ein Tänzer stellt die Entwicklung der Milchgalaxie in Bewegungen dar, wobei er in eine visuelle Kommunikation mit dem entsprechenden esoterischen Objekt tritt.




Beispiel 2


künstlerische Handlung
Ein Schauspieler spielt die Rolle Gott, wobei er in eine imaginative Kommunikation mit dem kosmischen Objekt tritt.




Herleitung der Charakteristiken eines Künstlers aus der Esoterik

  • Davidstern und nach oben gerichtetes Dreieck
  • Vergeistigung im inneren Reifeprozess
  • visuelle Vorstellungsfähigkeit esoterischer Objekte
  • Fähigkeit der akkustischen Wahrnehmung esoterischer Ereignisse (möglich)
  • autistisches Potenzial
  • nicht bewusste Anwendung von Bedeutungssprachen mit mindestens universell allgemeinen Abstraktionsniveaus
  • kein formorientiertes sondern inhaltliches Denken
  • keine Präsentation sondern Vermittlung von Inhalten



Die Begriffe Künstler und Schauspieler sind aus esoterischer Sicht nicht voneinander zu trennen.




Behandlungen von Künstlern in Deutschland (2000 – 2015)


Auf der Basis der Entwicklungen in diversen künstlerischen Kontexten während der vergangenen Jahre wird zunehmend mehr künstlerisches Verhalten und die Anwendung universeller Abstraktionsniveaus ausgegrenzt. Die Anwendung universeller Abstraktionsniveaus wird allgemeinhin verstanden als geistige Behinderung und „Unfähigkeit die Kultur und menschliche Bedeutungssprachen zu verstehen.“ Das formorientierte Handeln der Wirtschaftsphilosophien ersetzte das inhaltlich vermittelnde Handeln der Künstler und die Herleitung der künstlerischen Produkte aus der Esoterik bis künstlerische Produkte unabhängig vom esoterischen Wahrheitswert wurden. Lediglich der Schein von Kunst verblieb. Kunst ist jedoch in kaum einem der entstehenden Produkte in den Kunsthandwerken, die öffentlich als Kunst anerkannt werden, noch zu finden. Die seltenen Künstler, die sich ihre Arbeitsprodukte aus der Esoterik herleiteten, wurden stetig mehr aus-gegrenzt, bis kaum ein Künstler in der Öffentlichkeit mehr Anerkennung fand. Die Originalität von Künstlern wurde verdrängt durch die Motivation der Sinnesfreude und der Erfüllung der Erwartungen vom Publikum, das die Entscheidungsmacht über das Bestehen der Kunst aus ökonomischer Sicht besitzt. Präsentatoren ihrer Selbsts ersetzten Vermittler der Esoterik und Demonstratoren ersetzten Darsteller und Schauspieler.




Beispiel 1


Situation
Es erhalten nur die Ensemblekünstler mehr als einen Hunger-lohn, die sich im Vorstellungsgespräch mit normorientierter Kleidung und mit etablierter Künstlervita vorstellen.


Ensemblemitglied der Central Musical Company in einer Inszenierung des Phantoms der Oper, 2012




Beispiel 2


Situation
Es darf nur der Person das Wort erlaubt werden, die den Titel des Regisseurs in einer Inszenierung trägt. Meinungen, die inhaltlich überzeugender sind, dürfen nicht ausgesprochen werden. Andernfalls droht Entlassung.


Anisha Bondy bei der Inszenierung von die Schneekönigin, 2010
Marc Prätsch bei der Inszenierung von Frühlings Erwachen, 2010
Regina Bouccheri bei der Inszenierung von Mia Woezon, 2013




Beispiel 3


Situation
Bei diversen Bühnenauftritten erhalten Personen für ihre künstlerischen Arbeiten keinen Arbeitslohn. Die Begründung für die erfragte, nicht vollzogene Entlohnung lautet: „Sie ist nur eine Schlampe. In der Kunst ist das nicht schlimm.“


anonym, Musikschulleiter einer Musikschule in Brandenburg zum Kinder- und Jugendfestival, 2013




Beispiel 4


Situation
Schüler werden von Lehrern gebeten zur Mittelschulabschlussprüfung sich „darzustellen“, indem sie sich hübsch machen. Eine Schülerin erscheint in einer Kleidung, die auf ein künstlerisches Wesen hinweist. Sie erachtet ihre farbenfrohe, weite Kleidung als gut und schön. Innerhalb einer Gruppe von drei weiteren Personen nimmt sie an einer mündlichen Französischprüfung teil. Sie macht die Prüfung fehlerfrei. Sie erhält eine schlechtere Note, weil sie keine normorientierte Kleidung getragen hat.


Elisabeth Brückner, Theodor-Fontane-Gymnasium in Brandenburg, 2007




Beispiel 5


Situation
Ein Künstler führt in der Öffentlichkeit ein Gitarrenstück auf und er singt in einer Kunstsprache ein Lied. Die vorbeigehenden Passanten behandeln ihn, als wäre er minderwertig. „Kunst auf der Straße hat keinen Wert, weil er dafür nichts zurückbekommt.“


anonymer Straßenkünstler, Berlin, 2014




Beispiel 6


Situation
Einem Künstler, der autistisches Verhalten zeigt, wird der Vor-schlag unterbreitet als Tresenkraft oder als Kassenmitarbeiter zu arbeiten. Nach circa sechs Wochen der Arbeit an einem Tresen bricht er aufgrund der Behandlung und des Normativitätszwangs am Tresen psychisch zusammen.


anonyme/r Student/in, Sachsen-Anhalt 2013




Beispiel 7


Situation
Einer Schauspielerin werden aufgrund ihrer positiven Aura und Schönheit von mehreren Studienkollegen der Wissenschaftstheorie im universitären Rahmen Unterstellungen gemacht ohne sie zu kennen. Mit aufrichtiger Überzeugung behaupten die Studienkollegen über sie: „Schönheit ist nur dazu da, damit man mit einem schläft. Wenn sie eine Schauspielerin, dann kann sie nicht wissenschaftlich denken. Schauspieler sind dumm und nur dazu da um mit einem zu schlafen.“


Elisabeth Brückner, Freie Universität zu Berlin, 2013



Fazit



A.) Normfaschismus und kapitalistischer Faschismus grenzten während der vergangenen Jahre jegliche Auffälligkeit und Abweichung von normorientiertem Handeln aus, bis Verhaltensauffälligkeit als kognitive Dummheit, „von unten“, und Unverständnis der Kultur degradiert wurden und zur institutionellen Ausgrenzung führten. In öffentlichen Einrichtungen wird jeglicher Form der Verhaltensauffälligkeit mit Rauswurf gedroht. Freidenkertum, Originalität und Künstlertum wurden degradiert, bis sie lediglich noch zu einer inneren Einstellung in den Menschen wurden und final gänzlich verschwanden. Verbales Verwehren und Widerspruch werden in öffentlichen Einrichtungen mit Rauswurf und Hausverbot und in Bildungseinrichtungen sowie an Arbeitsstellen mit Rauswurf und Entlassung behandelt.


B.) Vorstellungsfähigkeit von Esoterik, innerer Reifeprozess, der Davidstern/ Judenstern, (offensichtlich) autistisches Verhalten und weitere Wesenseigenschaften von Künstlern, erwachsenen und vergeistigten Menschen werden mit einem verbalen und häufig nicht nachweisbaren nonverbalen Faschismus, Diskriminierung und institutionellen Ausgrenzungen behandelt.




C.) Faschismus wird allgemeinhin als richtiges Handeln anerkannt. Scheinargumente wie beispielsweise: „Faschismus? Was soll das schon heißen? Das weiß doch keiner. Na und? Ist doch richtig.“ werden mitunter als Rechtfertigungen für faschistische Handlungen verwendet. Menschen, die sich am Normfaschismus nicht beteiligen, erhalten keine Entlohnung für ihre Arbeit oder sie werden nicht in Arbeiten involviert.


D.) Selbstbewusstsein und Würde werden öffentlich lediglich anerkannt, wenn materieller Reichtum zur Schau gestellt wird. Achtung und Respekt werden Menschen lediglich entgegengebracht, wenn gesellschaftliche Anerkennung und materieller Wohlstand in Form eines Handelns in der Öffentlichkeit demonstriert werden. Nur die Personen, die sich komplett am Normfaschismus beteiligen, werden in der Ideologie nicht sozial und institutionell diskriminiert. Der Kapitalismus zerstört das künstlerische Wesen.




crowdfunding Kampagnen – eine Hoffnung von Künstlern, die niemals Bestätigung erhält


Im Jahr zweitausendfünfzehn erstellte ich eine Kampagne in einem Förderungsportal, die jahrelang erneuert und erweitert wurde. In der Vergangenheit habe ich bereits andere crowdfunding Kampagnen gestartet und ich habe mir mehrmals die Frage gestellt, welche Kriterien und Bewertungsaspekte Sponsoren beim Entscheiden der Förderung von Arbeiten haben. Nach diversen Überarbeitungen zu einer der größten Kampagnen des Portals wurde die Hoffnung aufgegeben, dass Qualität, Inhalt und Originalität ein Grund für Förderung von Kunst in Deutschland sind. Ich gab daraufhin in der Kampagne Gründe für eine Förderung an. Diverse Fördervereine und Institutionen kontaktierte ich. Veröffentlichungsarbeiten machte ich auf Plattformen im Internet. Ich informierte viele Personen meines Bekanntenkreises. Ich machte Mundpropaganda und weitere Veröffentlichungsarbeiten. Die Kampagne ist nach meinen Erfahrungen ein typisches Beispiel für die Behandlung von Künstlern und die Wertschätzung künstlerischer Arbeiten in Deutschland.



public persona und public image – das Schauspiel des Fa-schismus



Die allgemeine Ablehnung von Emotionalität und Verhaltensauffälligkeit führte zu der Verwendung einer public persona und eines public images beziehungsweise einem in der Öffentlichkeit demonstrierten Persönlichkeits- und Gesellschaftstyp und zu einem Rückzug der privaten Persönlichkeit in sich selbst. Da ich in den vergangenen Jahren kaum die Gelegenheit und Möglichkeit hatte ein größeres Publikum auf die Konsequenzen aufmerksam zu machen, hielt ich es für bedeutsam auf die Konsequenzen eines öffentlich demonstrierten Gesellschaftstyps hinzuweisen. Die Konsequenzen der public persona sind neben Verhaltensstörungen, innerem Rückzug, Depressionen und Verdrängungen die Unterstützung eines Normfaschismus und Künstlerfaschismus. Die Konsequenzen des public images sind darüber hinausgehend ein Faschismus gegen gesellschaftliche Klassifizierungen und ein kapitalistischer Faschismus. Selbstverlust und weitere Identitätsprobleme sind Erscheinungen, die mit der public persona und dem public image entstanden sind.




Konsequenzen der public persona und des public Images

  • Faschismus gegen Emotionalität
  • Faschismus gegen Verhaltensauffälligkeit
  • Normfaschismus
    Künstlerfaschismus
    • Faschismus gegen gesellschaftliche Klassifizierungen
    • kapitalistischer Faschismus
    • Verhaltensstörungen
    • innerer Rückzug
    • Depressionen und Verdrängungen
    • Entstehung von Identitätsproblemen und Selbstverlust
    • Verlust von Individualität
    • Gruppenzwang
    • Ersetzung von Verhalten durch Handeln




    Fazit



    Die public persona entspricht einer Unterdrückung der wahren Emotionen, die unmittelbar und unbewusst stattfinden um einem vom jeweiligen sozialen Umfeld abhängigen öffentlichen Bild der public image zu entsprechen, das im jeweiligen sozialen Umfeld Anerkennung findet. Die Angst soziale oder institutionelle (Gruppenzwang, Faschismus etc.) Ablehnung aufgrund des Offenbarens der wahren Emotionen zu erfahren, führt zu einer emotionalen Unterdrückung und einem Rückzug in sich selbst, der bis zum Selbstverlust und Persönlichkeitsverlust führen kann. Die Anwendung der public persona erinnert an Ausschnitte aus Aldous Huxleys Werk Schöne neue Welt, in dem allein ein Künstler eine Ausnahme im Gesamtbild eines abgeschlossenen faschistischen Systems durch einen Ausbruch bildet. Die public persona wird allgemeinhin in Deutschland für „Darstellung“ gehalten, unwissend der Unterschiede zwischen Darstellung und Demonstration. Sie ist vielmehr als eine emotionale Unterdrückung und eine Schutzreaktion des inneren Rückzugs, der auf Angst vor sozialer und institutioneller Ablehnung basiert. Im Gegensatz zur Unterdrückung entspricht die Erzwingung der eigenen Emotionen einer bewussten Selbstvergewaltigung. In Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten wird Schülern im frühen Jugendalter eine perfekte Unterdrückung ihrer Emotionen bei-gebracht um sich der Ablehnung in Schulklassen und einer ausbleibenden Versetzung bis hin zum Schulverweis zu entziehen.






    Namens- und Urheberrechte


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