Steinbock von Elios Schastél

Gedicht über den Steinbock

(ein Ausschnitt aus dem Leben der Schastél)


Schastél wird aufgrund ihres künstlerischen Charakters kaum verstanden. Daher hat sie es schwer die Anerkennung zu erfahren, die sie benötigt um sich weiterzuentwickeln. Es gibt eine Zeit in ihrem Leben, in der sie spürt, dass der Künstler in ihr stirbt und sich ihr Leben sich dem Ende zuneigt. Während der Nächte spürt sie Angst in sich aufsteigen. Eines Nachts unter vielen Nächten, in der Angsttod sie einnimmt, beginnt sie zu schreiben über die Träume, die sie verfolgen.




Seit Wochen finde ich keinen Schlaf mehr. Jede Nacht erwache ich in

Angst.

Sie zieht sich mein Wesen hinauf und nimmt meinen Körper ein. Mein Körper wird fest. Meine Gliedmaßen ziehen sich zusammen und ich fühle, wie ich erstarre zu kalter Materie. Ich werde Materie und sehe den Tod in mir aufkommen. Das Leben schwindet aus mir, je mehr die Angst mein Wesen einnimmt. An meinem Jupiter angelangend, hält sie sich fest. Ich versuche mit bewusstem Willen sie zu hindern mich einzunehmen. Ich versuche mich aufzurichten und fortzurennen. Meine Gliedmaßen sind jedoch erstarrt. Ich kann mich nicht mehr bewegen. Ich versuche aufzustehen, aber mein Körper ist zu einem harten Stein geworden. Mit geöffneten Augen verfalle ich immer mehr in den Tod einer erstarrten Angst. Wenige Sekunden später sehe ich das Bild eines Schädels aus dem meinigen hervortreten. Er sieht sich um in meinem Zimmer und atmet mit hartem Gesicht aus mir heraus. Die Kontrolle über mich allmählich verlierend, verfällt der von meinem ursprünglichen Wesen verbleibende Teil meiner Persönlichkeit in Panik. Ich versuche mich zu wehren gegen die kalte Materie, zu der ich werde. Zu einer Bewegung bin ich jedoch nicht mehr fähig, denn meine Muskeln sind hart geworden. Grenzenlose Panik erfasst mich. Das Bild

eines Steinbocks

setzt sich in meiner Sonne fest. Ich versuche zu sprechen. Ich versuche zu rufen, aber die Worte wollen aus meinem Mund nicht hervordringen. Sie verebben in mir. In einer der vielen Nächte, in denen ich in versteinerter Position das Leben aus mir schwinden spüre, schreie ich in Verzweifelung die Worte, die ich aus den Lehren Elisabeth Haichs kenne: „Ich bin ich und du bist du. Ich bin nicht du. Ich fürchte mich nicht. Ich habe keine Angst.“ Ich rufe sie mit scheinbar voller Überzeugung. Allmählich beginne ich mich von dem Steinbock zu trennen. Ich beginne ihn als ein Bild in mir zu betrachten. Ich löse mich von der Identifikation mit ihm und erkenne ihn als ein Objekt, dass nicht mehr identisch ist mit mir. Jede Nacht nehme ich mehr Abstand von ihm. Jede Nacht zieht er sich ein wenig mehr zurück. Eines Morgens nach Monaten erblicke ich das Licht der Welt wieder in Liebe.



Schastél hatte ihr Leben lang an Gerechtigkeit geglaubt (siehe Schastél an overview im Menüpunkt Schastél Serie). Nach den Nächten, in denen sie die Erfahrung mit dem Steinbock gesammelt hat, ist ihr Glaube stark beeinträchtigt. Im Verlauf der folgenden Jahre beginnt Schastél in sich zu reifen. Sie entwickelt sich zu Schasa (Eine Charakterisierung von Schasa finden Sie in dem Film Schasa for justice, den ich in den Menüpunkt Schastélserie gesetzt habe.)




Namens- und Urheberrechte


Alle Inhalte dieser Internetseite wurden erstellt von den Elios Schastél Filmproduktionen.






Steinbock
Sternzeichen Steinbock
Capricorn
Zoudiac sign Capricorn